Qualität
QR-Code-Empfehlungen
Zuverlässige QR-Codes brauchen gut lesbaren Kontrast, ausreichend freien Rand, passende Größe und echte Tests im späteren Einsatzkontext.
Ein QR-Code kann optisch sauber wirken und trotzdem scheitern, wenn er zu klein ist, zu wenig Kontrast hat, im Layout angeschnitten wird oder auf reflektierendem Material steht. Der sicherste Ablauf ist eine zurückhaltende Gestaltung und ein Test der Version, die wirklich veröffentlicht wird.
Kontrastregeln
Nutzen Sie einen klaren Unterschied zwischen dunklen Modulen und Hintergrund. Schwarz auf Weiß ist die sicherste Basis; Markenfarben sollten getestet werden.
- Vermeiden Sie helle Vordergrundfarben, unruhige Fotohintergründe und transparente Exporte auf unbekanntem Hintergrund.
- Die Suchmuster in den Ecken müssen klar erkennbar bleiben.
- Ist der Hintergrund nicht weiß, testen Sie den platzierten Code nach dem Export.
Ruhezone
Die Ruhezone ist der leere Rand um den QR-Code. Sie hilft Scannern, den Code von Text, Linien, Bildern und Seitenrändern zu trennen.
- Lassen Sie mindestens vier Module freien Abstand um den Code.
- Setzen Sie keine Rahmen, Icons, Linien oder Texte in diesen Bereich, wenn der Renderer dies nicht ausdrücklich berücksichtigt.
- Prüfen Sie, dass Layoutsoftware den Rand beim Export nicht abschneidet.
Mindestgrößen für Bildschirm und Druck
Die passende Größe hängt von Scan-Abstand, Datenmenge und Druckqualität ab. Die Werte sind Startpunkte und müssen getestet werden.
| Medium |
Startgröße |
Hinweis |
| Smartphone-Display oder Website |
120-160 px |
Mehr einplanen, wenn die URL lang ist oder der Code nur kurz sichtbar bleibt. |
| Visitenkarte |
18-25 mm |
Kurze Ziel-URL verwenden und mit mehreren Smartphones testen. |
| Flyer oder Speisekarte |
25-35 mm |
Starker Kontrast und genügend Umfeld sind wichtig. |
| Poster oder Fensterschild |
80 mm oder größer |
Aus dem erwarteten Abstand testen. |
Typische Scan-Fehler
Die meisten Probleme entstehen aus wenigen vermeidbaren Ursachen.
- Der Code ist für den Scan-Abstand zu klein.
- Die Ruhezone fehlt oder wird von Gestaltungselementen überdeckt.
- Vordergrund und Hintergrund haben zu wenig Kontrast.
- JPG-Kompression erzeugt weiche Kanten an den Modulen.
- Die Druckfläche ist glänzend, gewölbt, geknickt oder schlecht beleuchtet.
Logos und Fehlerkorrektur
Ein Logo kann funktionieren, wenn die Fehlerkorrektur hoch genug ist und wichtige Suchmuster nicht verdeckt werden.
- Logos zentriert und nicht zu groß einsetzen.
- Bei Logo oder starker Gestaltung höhere Fehlerkorrektur verwenden.
- Ein Logo nie ohne Scan-Test der finalen Exportdatei freigeben.
Test-Checkliste vor Veröffentlichung
Testen Sie die finale Datei dort, wo sie später genutzt wird.
- Mit mindestens zwei verschiedenen Smartphones scannen.
- In finaler Druckgröße oder finaler Bildschirmgröße prüfen.
- Aus erwartetem Abstand und Winkel testen.
- Zielseite, WLAN-Daten, Kontaktdaten oder Textinhalt kontrollieren.
- Sicherstellen, dass der Export nicht zugeschnitten, komprimiert oder umgefärbt wurde.
Beispiele nach Material
Unterschiedliche Medien benötigen unterschiedliche Abstände und Tests.
| Einsatz |
Empfohlener Ansatz |
Häufiger Fehler |
| Flyer |
PNG oder SVG, 25-35 mm, klare Handlungsaufforderung |
Zu dicht an Fließtext platziert |
| Speisekarte |
Dauerhafte URL, hoher Kontrast, Test auf abwischbarem Material |
Glänzende Laminierung blendet |
| Visitenkarte |
Kurze URL oder vCard, 18-25 mm, großzügiger Rand |
Zu viele Daten in einem sehr kleinen Code |
| Poster |
Großer Code, SVG im Layout, Test aus Distanz |
Nur am Bildschirm gestaltet und nie aus Posterabstand getestet |